Sweet little bunny
      Die liebevoll geführte Notstation in Wipperfürth/ Stadtgrenze Radevormwald

Kaufen Sie keine Tiere in Zooläden, Baumärkten oder auf Kleintiermärkten!!!

Ein paar wichtige Informationen für all diejenigen, die immer noch glauben, Zooläden wären  ein geeigneter Ort um Tiere zu kaufen. Immer wieder fallen Leute auf die Zooläden herein, weil sie denken dass Personal sei qualifiziert und alles ist ja schön hell, sauber und übersichtlich. Doch der Schein trügt...denn hinter dem Ganzen sieht es leider gänzlich anders aus.

Ob in Zoofachgeschäften, Baumärkten oder auf sogenannten  Kleintiermärkten kauft man einfach keine Lebewesen. Die Tiere werden meist immens schlecht  behandelt und kommen aus noch schlimmeren Zuchtbeständen.

1. Meistens haben die sogenannten Verkäufer keine Ahnung von den Tieren. Sie sind unqualifiziert und desinteressiert.Sie möchten einfach ihre Tiere verkaufen um schnellen Profit zu erzielen. Es wird hier keine Rücksicht auf das Wohlergehen des Tieres genommen. Es wird durch mangelhaftes Wissen nicht ordentlich aufgeklärt wie die Tiere leben sollten, welche Ernährung sie geniessen sollten und und und...

Zudem kommt, dass die meisten Läden nur viel zu kleine Käfige anbieten, weil die größeren nun einmal auch etwas teurer sind und so die Chance auf einen unüberlegten Spontankauf leider sinken.

So passiert es leicht, dass die Tierchen in Einzelhaltung und viel zu kleinen Käfigen in Kinderzimmern landen und somit als Kinderspielzeug elendig enden. Viele dieser Tiere werden dadurch aggressiv und müssen aufgrund dessen natürlich schnell weider "entsorgt" werden.

Das arme Tier muss wieder weg, weil der "Verkäufer" nicht anständig im Vorfeld beraten hat.


2. Viele dieser Tiere stammen aus dreckigen, kleinen Massenzuchten von schlechten Züchtern oder aus unüberlegten Kinderzimmerzuchten, wo nicht darauf geachtet wird, welches Tier mit welchem verpaart wird. Da fallen oft Geschwisterverpaarungen oder Rückverpaarungen an, wo dann natürlich Gendefekte vorprogrammiert sind. Dann wundern sich die Käufer dass die Tiere krank sind und dadurch leider auch kein hohes Lebensalter erreichen können.

In den Zooläden wird oft angegeben dass die Tiere vom Züchter stammen, doch wie sieht es in dieser Zuchtanlage wirklich aus?

Oftmals werden die Tiere dort in 40x40 Boxen alleine gehalten. Wenn sie Glück haben, ist der Boden wenigstens mit Einstreu belegt. Frisches Wasser und Heu sind Luxusgüter, die leider in den Kosten zu hoch sind um schnellen Profit zu erzielen. In den dunklen Boxen erreicht das Tageslicht leider nie das Tier, welches so wichtig ist. Zudem lernen sie in der Einsamkeit natürlich auch nicht das notwendige Sozialverhalten. Der Tagesablauf in diesen "Zuchtanlagen" ist für die Tiere sehr trostlos. Sie bekommen einmal täglich Kraftfutter. Frisches Grün ist natürlich zu teuer, Streicheleinheiten bleiben selbstverständlich gänzlich aus und die Häsinnen werden ihr Leben lang nur als Gebärmaschine benutzt, bis sie elendig verenden. Die toten Tiere werden eben schnell rausgenommen und weiter gehts.. die Jungtiere werden mitgenommen zum Verkauf, auch wenn sie noch zu klein sind, denn süß und klein ist das was die Leute kaufen möchten....oder haben sie schon mal ein mind. 1 jähriges Kaninchen in einer Zoohandlung gekauft ???

    Auch bei vielen  sogenannten "liebevollen Kleintierzüchtern" sitzen die Tiere häufig in viel zu kleinen Außenboxen oder in Gitterkäfigen und werden somit  kaum besser gehalten, als die Tiere beim Großzüchter.

Oftmals werden die Kleintiere gar nicht erst nach Geschlechtern getrennt. Einmal aus Unwissenheit des Personals oder aber aus Egoismus günstig an Nachzuchten heranzukommen. Sie bieten den Kunden dann an ihren Nachwuchs bei ihnen abgeben zu können. Somit haben sie wieder eine neue und günstige Einnahmequelle gefunden.

Wie jedoch die  Tiere bei diesen Leuten gehalten und gefüttert werden, wird nicht  kontrolliert. Dennoch werben sie dann damit, dass es sich um Tiere aus  liebevoller Privataufzucht handelt. Jede liebevolle Privataufzucht   könnte aber auch ein überfüllter Minikäfig im  Keller/Kinderzimmer sein, wo die Tiere im Dreck leben - keiner weiß es und keinen   interessiert es.

Häufig ist es leider so, dass bei diesen Privataufzuchten  ein Pärchen zusammen in einem Käfig lebt und das Weibchen am laufenden Band Babys bekommt. Durch diesen immens hohen Stresspegel und keinerlei Zuchtpausen sterben diese dann leider viel zu früh.

Wenn   Sie dennoch unbedingt Tiere von einem Züchter kaufen möchten, machen sie sich bitte selbst ein Bild vor Ort und kontrollieren Sie die Zustände um sicher zu gehen, dass dort alles seine Richtigkeit hat.

3. Die Jungtiere werden eigentlich immer zu früh von den Müttern getrennt.   Die Gründe dafür sind einfach: je kürzer der Aufenthalt der Jungtiere beim Züchter ist, umso geringer sind seine Futter- und Haltungskosten   und so geringer auch sein Arbeitsaufwand. Viele Kunden verlangen   niedliche Babys, ohne zu wissen, was sie sich und den Tieren damit   antun. Diese Babys haben normalerweise auch noch kein gut  ausgebildetes Immunsystem und werden deshalb häufig krank, in vielen Fällen versterben sie dementsprechend auch früh.

Viele dieser Babys  überleben schon den Transport zum Verkauf nicht. Schlimmstenfalls werden  die Babys nämlich den Müttern sogar noch vor dem Abstillen weggenommen, damit  diese schon wieder einen neuen Wurf aufziehen kann.

Ein weiterer, wichtiger  und leider immer wieder stark unterschätzter Punkt:

Diese Jungtiere sind meistens extrem  unsozial, da sie nicht in der Gruppe aufwachsen und somit von  erwachsenen Tieren lernen können. Sie lernen sich nicht unterzuordnen,  können mit Artgenossen nicht umgehen und tun sich später sehr schwer,  wenn sie in neue Gruppen integriert werden sollen. Diese Tiere setzen  ihrerseits wieder Jungen in die Welt, die natürlich ebenfalls nicht gut sozialisiert sind, woher sollen sie es auch kennen?  So werden aus sozialen Gruppentieren, problematische Beißer und  Einzelgänger und das wiederum sorgt natürlich ebenfalls für frustrierte  Halter, die dann das Tier schnellstens wieder loswerden wollen.

4. Der Transport vom Züchter zum Zooladen ist für die Tiere extrem anstrengend. Die Babys werden in Kisten gepackt und dann in LKW's durch Deutschland  und die angrenzenden Nachbarländer gebracht. Dabei nehmen die Händler eine  Todesrate von etwa 20 % der Jungtiere als selbstverständlich in Kauf. Selbst wenn die Tiere vom Züchter in der Nähe kommen, ist es zwar besser, aber immer noch purer Stress in dem jungen Alter.

5. Quarantänezeit ist für Zoohandlungen leider auch ein Fremdwort. Die Neuankömmlinge werden einfach zu den vorhandenen Tieren ins Gehege   geschmissen und so sämtlichen Keimen ausgesetzt, die dort bereits vorhanden  sind. Sie selbst bringen evtl noch fremde Keime mit. Dazu kommt noch, dass die Jungtiere sich dort sofort in einer  fremden Gruppe behaupten müssen - für ein drei Wochen altes Meerschweinchenbaby, oder 6 Wochen altes Kaninchenbaby eine sehr große  Herausforderung, die sogar tödlich enden könnte. Dazu kommt dass die dortigen Gehege in der Regel immer zu klein sind und keine geeigneten Rückzugsmöglichkeiten bieten. Also kämpfen  die Jungtiere schon mit wenigen Wochen das erste Mal um einen Rang in der Gruppe,  möglicherweise sogar um ihr Leben - und müssen sich immer wieder mit Neuankömmlingen aufs Neue behaupten. Dadurch ist natürlich permanenter Streß vorprogrammiert, der oftmals zum schnellen Toder der Tiere nach dem Verkauf führt. Jede Zucht bringt neue Keime mit, mit denen sich die Kleinen immer wieder auseinander setzen müssen.

6. In den Zooläden werden die Tiere leider so kostengünstig wie möglich ernährt. Das bedeutet schon mal kein Frischfutter! Meistens  werden nur buntes Trockenfutter und Wasser angeboten Damit ist der Darm der Tiere von  Anfang an durch eine falsche Fütterung leider bereits vorgeschädigt.

7. Sollte ein Tier sichtlich im Zooladen erkranken, so wird es natürlich nicht tierärztlich untersucht (die Kosten dafür sind einfach zu hoch) Diese  werden aus dem Verkauf genommen und gehen dann entweder an den Züchter  zurück oder landen in der Reptilienabteilung.

8. Viele der Kleintiere, die eigentlich Rudeltiere sind und somit mind. in Paarhaltung, besser noch in Gruppen leben müssten, werden in Zooläden einfach einzeln verkauft und vegetieren somit ihr Leben lang alleine vor sich hin.

Was auch öfter und immer wieder gerne mal angeboten wird:

Kaninchen zusammen mit einem Meerschweinchen...

 Vollkommen ahnungs- und gewissenlos behaupten die Verkäufer dass die Tiere sich super verstehen würden...Doch leider sprechen Kaninchen und Meerschweinchen eine gänzlich andere Sprache und können somit leider nicht miteinander kommunizieren. Dass sie sich nicht jagen und beissen, wird von vielen Leuten falsch interpretiert...da heisst es immer wie super sich die beiden doch verstehen...Freunde fürs Leben...

Möchten sie ihr ganzes Leben alleine im Badezimmer oder lieber mit einem Affen zusammen verbringen...

Gut sie sind mit dem Affen nicht alleine, aber Kommunikation ist da leider auch nicht möglich.

9. Man möge es kaum glauben, aber es gibt sogar Zooläden die ihre Tiere absichtlich schlecht halten um so bei den Besuchern Mitleid zu erwecken, die das Tier dann freikaufen und somit retten....

Wer kennt diese Gedankengänge nicht? Und doch ist es besser sich nicht erweichen zu lassen, so schwer es einem bei "dem einen Tier" auch fällt.

Denn wir haben nur eine Chance diesen Verbrechern das Handwerk zu legen, in dem sie keine Abnehmer mehr für ihre Tiere haben. Dann verdienen sie kein Geld mehr mit den Tieren und daraufhin muss auch der Züchter seine Strategie ändern, wenn er keine Abnehmer mehr für seine Tiere hat.

Viele der Zoohandelbesitzer oder auch Züchter dementieren diese Anschuldigungen natürlich vehement, aber machen sie sich doch ihr eigenes Bild:

Schauen sie ganz genau hin und stellen konkrete Fragen bezüglich der Haltung, Ernährung etc.

Fakt ist, dass es für keine Zoohandlung rentabel wäre, die Tiere artgerecht zu halten und zu versorgen.

Also bitte denkt über diese Zeilen genau nach und hört auf dort die "armen Tiere" frei zu kaufen...denn es folgen immer wieder neue und die Zoohandlungen und Züchter erfreuen sich weiterhin an dem schnellen Profit zum Leidwesen der Tiere.

Es gibt so viele Notstationen und Tierheime die nicht mehr wissen wohin mit ihren Tieren, eben weil es den Leuten zu einfach gemacht wird, mal eben ein Tier zu erwerben. Es müssen nicht immer Babys sein und sie müssen auch nicht jetzt sofort unüberlegt gekauft werden. Die Tiere aus den Notstationen und Tierheimen werden es ihnen danken....



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